16. März 2009
in regional

Bundesparteitag der Republikaner in Veitshöchheim
Veitshöchheim. Auf ihrem Parteitag im unterfränkischen Veitshöchheim haben die „Republikaner“ (REP) die frühere Parteiführung weitgehend bestätigt. Die im Vorfeld angekündigten „neuen Konzepte“ wurden nicht erkennbar.
Der langjährige Parteichef Rolf Schlierer wurde von den Delegierten mit 81 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Bestätigt wurden auch seine Stellvertreter Uschi Winkelsett (Landesvorsitzende NRW) und Johann Gärtner (Landesvorsitzender Bayern). Nicht wiedergewählt wurde dagegen Dirk Hacaj (Niedersachsen), an seiner Stelle wurde Detlev Stauch aus Thüringen zum dritten stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt.
Im Februar hatte der bayerische Vorsitzende Johann Gärtner geheimniskrämerisch von „neuen Mitteln“ und „neuen Konzepten“ gesprochen. Unter anderem war nebulös von einer „neuen Taktik“ mit der Bezeichnung „Neue Republik“ die Rede. Nun stellt sich heraus, dass die Parteizeitung – bisher „Zeit für Protest“ – in „Neue Republik“ umbenannt wird. Darüber hinausgehende Neuerungen wurden in der offiziellen Partei-Mitteilung nicht erkennbar.
Der Artikel erschien zunächst auf REDOK.DE und wurde mit freundlicher Genehmigung übernommen.
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Ein weiterer Bericht des NPD-BLOG.INFO:
Die Republikaner haben nach eigenen Angaben ihren Bundesvorsitzenden Rolf Schlierer auf ihrem Bundesparteitag im unterfränkischen Veitshöchheim wiedergewählt. Auf den Stuttgarter Rechtsanwalt, der seit 1994 an der Spitze der Republikaner steht und der die Republikaner auch als Gruppensprecher im Stuttgarter Gemeinderat vertritt, entfielen demnach 81 Prozent der Stimmen. Als seine Stellvertreter bestätigten die Delegierten die nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Uschi Winkelsett und den bayerischen Landesvorsitzenden Johann Gärtner im Amt. Zum dritten stellvertretenden Bundesvorsitzenden wurde Detlev Stauch aus Thüringen gewählt. Bundesschatzmeister Ralf Goertz wurde mit nur einer Gegenstimme klar im Amt bestätigt. Wie viele Delegierte an der Wahl teilnahmen, schreiben die Reps nicht.
Dafür gibt Schlierer neue Ziele aus für die darbenden Partei: Die Republikaner würden mit neuen Themen und neuen Argumenten um neue Wähler und eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit kämpfen, kündigte er demnach an. Dabei komme es “insbesondere auf die intensive Nutzung der neuen Medien und Kommunikationsformen im Web 2.0 und auf gezielte, Aufmerksamkeit erregende Einzelaktionen an.” Genau wie andere Rechtsradikale und Rechtsextremisten wollen auch die Republikaner um enttäuschte bisherige Unionsanhänger werben. Hinzu kündigte Schlierer an, ebenfalls soziale Themen besetzen zu wollen.
Nazisprayereien in Marktheidenfeld
Unbekannte Täter besprühten zwischen 27. Februar und 1. März in Marktheidenfeld, Kreuzbergstraße, die Fassade eines leerstehenden Einkaufsmarktes mit den Schriftzügen „BD“ und „Black Death“ sowie einem Hakenkreuz mit dem Schriftzug „Nazi-4-ever“. Der Sachschaden beläuft sich Schätzungsweise auf 3000 Euro.
Die Polizei benachrichtigte die Eigentümerin des Gebäudes, die zusagte, das Hakenkreuz und den Schriftzug entfernen zu lassen. Strafanzeige gegen Unbekannt wurde erstattet, Strafantrag wurde gestellt.
Quelle: Main-Post
6. März 2009
in bayernweit
Das „Freie Netz Süd“ – Einblicke in ein bayerisches Neonazinetzwerk
Alte Kader im neuen Gewand
Ende des Jahres 2008 spalteten sich, nach einem mißglücktem Putschversuch auf dem NPD-Landesparteitag, mehrere Akteure der bayerischen freien Kameradschaftsszene von der NPD ab. Unter ihnen befanden sich
Matthias Fischer (Fürth), Norman Kempken (Nürnberg), Lutz Passon (Ebermannstadt), Matthias “Baffo” Bauernfeind (Himmelstadt/Main-Spessart) und Tony Gentsch (Töpen). Andere wie etwa Norman Bordin (München), Karsten Panzer (Plößberg/Bezirksgeschäftsführer der NPD Oberpfalz) oder Uwe Meenen (Würzburg) verblieben zwar in der Partei, arbeiten aber nichts desto trotz mit den “Abweichlern” zusammen, teilweise auch gegen die Interessen der Mutterpartei. Dieses Verhalten führte zum faktischen Auseinanderbrechen diverser Kreisverbände, wie etwa dem KV Hof/Wunsiedel, der sich nicht nur personell neu aufstellen musste. (mehr…)
20. Februar 2009
in Allgemein
Neuer Neonazitreffpunkt im Landkreis MIL
Wie man der freien Internetplattform Indymedia entnehmen konnte, gibt es seit längerer Zeit einen neuen Anlaufpunkt für Rechtsextreme in Unterfranken.
Bereits auf dem Weg vom Bahnhof zur Kneipe sind zahllose NS-Propaganda-Aufkleber verklebt. In der Kneipe selbst legt offenbar der Aschaffenburger Nazikader, Oliver Merget als DJ „Big O“ Musik auf. Dieser versuchte 2005 eine Nazikneipe in Aschaffenburg zu etablieren, ihm wurde jedoch aufgrund des großen Protestes die Konzession entzogen. Des weiteren war er Mitgründer der Kameradschaft „Widerstand Aschaffenburg“ und war für die Homepage zuständig. Die Kameradschaft löste sich im vergangenen Jahr auf.
Im Herbst 2008 öffnete in Elsenfeld (Landkreis Miltenberg) die Kneipe „Dominatus Rockbar“.
Der Wirt ist Daniel Becker, Pächterin ist jedoch seine Mutter Ellen Ulshöfer. Die Kneipe liegt direkt am Bahnhof Elsenfeld/Obernburg. In dem Gebäudekomplex ist ausserdem eine Pizzeria und eine Weinstube untergebracht. Die Website ist unpolitisch gestaltet, auch der Wirt war lokalen Antifaschisten bisher unbekannt.
Doch die auf der Website veröffentlichten Fotos machen eines klar, dass es keine harmlose Rockkneipe ist. Bereits auf dem Weg vom Bahnhof zur Kneipe sind zahllose NS-Propaganda-Aufkleber verklebt. In der Kneipe selbst legt offenbar der Aschaffenburger Nazi Oli Merget als DJ „Big O“ Musik auf. Dieser versuchte bereits 2005 eine Nazikneipe in Aschaffenburg zu etablieren, ihm wurde jedoch aufgrund des großen Protestes die Konzession entzogen. Desweiteren tummeln sich zahlreiche weitere Nazis aus der gesammten Region regelmäßig in der Kneipe.
Der Wirt posiert mir Gästen in „Lunikoff„-Pullover, „Blood & Honour“ – Motive werden zur schau gestellt, bei manchen Textilien wurden Motivaufdrucke vor der Veröffentlichung der Fotos geschwärzt. Nach eigenen Angaben liest Daniel Becker gerne die rassistischen „Turner-Tagebücher“. Auch die Black-Metall-Szene scheint sich dort wohl zu fühlen.
Die Kneipe veranstaltet regelmäßige „Events“ wie z.B. ein Kicker-Tunier, Halloween-Party, BH-Wettöffnen etc.
Vom Konzept her stoßen die Macher der Kneipe in eine Marktlücke, zwischen Aschaffenburg und Miltenberg gibt es keine vergleichbare Rock-Kneipe, so dass sich auch viele „normale“ Jugendliche dort treffen. Doch vor allem für die am Untermain stark vertretene Neonazi-Subkultur hat sich nun ein neuer Treffpunkt etabliert. Neben dem Tattoo-Shop in Mömlingen sowie dem Label & Versandhandel „Last Resort“ in Bessenbach kompletiert die Kneipe in Elsenfeld nun das Freizeitangebot für Nazis. Es gibt ausserdem Hinweise darauf, dass Nazis im Obernburger Boxclub unter einem ehemaligen NPD-Funktionär trainieren.



Textquelle: http://de.indymedia.org/2009/02/242360.shtml
Bilderquelle: http://www.dominatus-rockbar.de
20. Januar 2009
in Allgemein
Antisemitische Sprayereien in Aschaffenburg
Wie Auszeit-News berichtet kam es in den letzten Tagen in Aschaffenburg zu antisemitischen „Graffitis“. Die Polizei meldet, dass die TäterInnen bisher noch nicht ermittelt wurden.